Microsoft 365 streicht bis zu 4 TB OneDrive-Speicher
Microsoft hat am 9. Oktober 2026 die neuen Speicherquoten für Microsoft 365 Family, Premium und Pro veröffentlicht. Family- und Premium-Abonnenten verlieren bis zu 4 TB OneDrive-Speicher: Statt 1 TB pro Nutzer für maximal sechs Personen – 6 TB gesamt – gibt es künftig 2 TB als gemeinsamen Pool. Pro-Abonnenten gehen von 6 TB auf 5 TB. Microsoft nennt das „mehr Flexibilität"; wer die Zahlen addiert, sieht eher eine deutliche Reduktion.
Für eine Praxis oder einen kleinen Betrieb, der die Family- oder Premium-Variante für das Team nutzt, fällt das ins Gewicht. Fünf Leute, die je 500 GB belegen, verbrauchen zusammen 2,5 TB. Der neue Pool ist 2 TB. Die Dateien bleiben privat – jeder sieht nur die eigenen Ordner –, aber der Speicher wird gemeinsam aufgebraucht. Wer das Limit überschreitet, kann laut Pureinfotech bis zu ein Jahr auf die vorhandenen Dateien zugreifen, hochladen geht dann aber nicht mehr. Und das Ganze kommt obendrauf: Die Family-Variante ist 2025 von 99,99 auf 129,99 Dollar im Jahr verteuert worden. Man zahlt mehr und bekommt weniger Speicher. Das ist keine Nische, sondern der Kern des Angebots, auf den viele Abonnenten genau wegen der OneDrive-Kapazität zurückgegriffen haben.
Die neuen Quoten im Detail
Die Umstellung betrifft neue und aufgewertete Abonnements ab dem 8. Oktober 2026. Bestehende Family- und Premium-Abo-Kunden wechseln zum ersten Verlängerungszeitpunkt am oder nach dem 2. Mai 2027 – Microsoft verspricht eine Vorankündigung. Eine Aufwertung auf ein anderes berechtigtes Abo vor dem Stichtag zieht die Umstellung vor; eine Herabstufung vor dem 2. Mai 2027 löst sie nicht aus.
Die Speicherquoten: Family und Premium erhalten 2 TB gemeinsam für bis zu sechs Nutzer, Pro 5 TB. Die bisherige Obergrenze von 1 TB pro Person entfällt – ein einzelner Nutzer kann den gesamten Pool belegen, solange noch Kapazität frei ist. Das hilft dem einen, der 800 GB braucht, während der andere nur 50 GB belegt. Es schadet aber dem Team, bei dem alle gleichmäßig verbrauchen.
Zusätzlich werden die Copilot- und KI-Nutzungsrechte künftig auf alle Mitglieder des Abos ausgeweitet, die bisher nur dem Hauptinhaber zustanden. Statt getrennter Limits pro Funktion gibt es einen gemeinsamen Nutzungsrahmen; Premium- und Pro-Abonnenten können zusätzliche KI-Guthaben nachkaufen. Einige bestehende Kunden in unterstützten Märkten erhalten Übergangs-Bonus-Speicher. Wie viel und für wen, hat Microsoft nicht angegeben.
Was jetzt zu tun ist
- Die kombinierte OneDrive-Nutzung aller Teammitglieder prüfen. Im OneDrive-Portal unter „Speicher" sieht man den Verbrauch pro Account. Steht man bei 2 TB oder drüber, braucht man einen Plan B – sei es Aufräumen, externer Speicher oder ein anderes Abo.
- Die Kosten für zusätzlichen Speicher durchrechnen. Jedes zusätzliche TB kostet laut ZDNET 10 Dollar im Monat, also 120 Dollar im Jahr. Für ein Team, das 4 TB braucht, sind das 240 Dollar extra obendrauf. Ein Blick auf Alternativen wie Google One (2 TB für sechs Personen, 100 Dollar im Jahr) lohnt sich.
- Falls man das Abo nicht verlängern will: Die automatische Verlängerung im Microsoft-Konto deaktivieren und bei der Abbruchabfrage die Speicherreduzierung als Grund angeben. Ein weitverbreiteter Reddit-Thread empfiehlt genau diesen Schritt, um den Unmut sichtbar zu machen.
Das Ärgerliche daran: Man merkt es erst, wenn der Pool leer ist und die Urlaubsfotos von 2024 nicht mehr reinpassen. Wer jetzt unsicher ist, ob die eigene OneDrive-Nutzung noch in den neuen Rahmen passt, hat damit die richtige Frage gestellt. Wir schauen uns das konkret an – einmal durch die Speicherquoten und die Abo-Struktur Ihres Teams. Hier geht es zur Kontaktseite.
Beitragsbild: Polina Zimmerman auf Pexels
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