Face-ID-Abstürze beim iPhone 18 Pro verärgern Käufer
Am 22. September 2026 meldet Golem, dass Käufer des iPhone 18 Pro über unzuverlässige Face-ID-Entsperrung und Systemabstürze klagen. Das Problem betrifft nicht die klassische Entsperrung am Sperrbildschirm, sondern vor allem das Öffnen von Face-ID-geschützten Anwendungen – und genau dort wird es für den Arbeitsalltag relevant.
Wer das iPhone 18 Pro als Dienstgerät einsetzt, merkt das Problem an den Stellen, an denen es wehtut: Die systemeigene Passwort-Verwaltung, private Browser-Tabs und Drittanbieter-Apps mit aktiver Sperre stürzen das Gerät ab, wenn die erste Gesichtserkennung fehlschlägt und der Nutzer auf „Erneut versuchen" tippt. Der Touchscreen reagiert dann nicht mehr, nach wenigen Sekunden erzwingt das Smartphone einen Neustart. Für einen Betrieb heißt das: Die Kollegin, die gerade eine geschützte E-Mail öffnen will, starrt auf ein schwarzes Display. Der Geschäftsführer, der seine Zugangsdaten aus dem Passwort-Manager laden möchte, verliert mitten im Satz den Kontext. Und das, obwohl das Entsperren des Sperrbildschirms laut den Berichten einwandfrei funktioniert.
Was technisch dahintersteckt
Apple hat bei der aktuellen iPhone-18-Pro-Generation die TrueDepth-Kamera-Hardware überarbeitet. Um die Dynamic Island weiter zu verkleinern, wanderte die Infrarotkamera erstmals unter das OLED-Display – ein Bereich mit geringerer Pixeldichte lässt das IR-Licht durch, sodass die Kamera ohne eigene Öffnung scannen kann, wie Notebookcheck im Testbericht von Dave Lee beschreibt. Winfuture ergänzt, dass laut 9to5Mac das Problem auf europäischen Modellen reproduzierbar ist. Ob die Abstürze an der neuen Hardware liegen oder an iOS 27, ist bislang unklar.
Ein zweiter, konkreter Auslöser: matte oder entspiegelte Schutzfolien. Die strukturierte Beschichtung streut das IR-Muster, das der Sensor für die Gesichtserkennung benötigt. Klarsichtfolien verursachen das Problem nicht. Das ist kein exotischer Randfall – ein Blickschutzfilm auf dem Arbeits-iPhone reicht, um Face-ID zu stören.
Apple selbst geht der Support von einem Hardwaredefekt aus und bietet einen Gerätetausch an. Allerdings berichten Betroffene, dass der Fehler auch auf dem Austauschgerät auftritt – was eher auf einen Softwarefehler hindeutet. Offiziell hat sich Apple zu den Vorfällen nicht geäußert.
Was jetzt zu tun ist
- Die Displayfolie prüfen. Eine matte, strukturierte oder Privacy-Folie im Bereich der oberen linken Ecke – dort sitzt der IR-Sensor – abnehmen und durch eine transparente Folie ersetzen. Das ist der schnellste Hebel, und er kostet nichts.
- Wenn die Abstürze trotz klarer Folie weiter auftreten: Die Vorfälle dokumentieren (wann, welche App, welche Aktion), die Diagnoseberichte aus den iOS-Einstellungen exportieren und den Apple-Support mit dieser Dokumentation kontaktieren. Ein Gerätetausch im Rahmen der Gewährleistung ist dann der nächste Schritt.
- Die iOS-27.2-Updates beobachten. Apple verteilt die Beta-Versionen an Entwickler, und erfahrungsgemäß folgen in den nächsten Wochen stabile Updates mit Fehlerkorrekturen. Bis dahin gilt: Bei reproduzierbaren Abstürzen nicht weiter mit dem Gerät arbeiten, sondern den Tausch einleiten.
Das Ärgerliche an so einem Problem: Man merkt es erst, wenn die Folie schon drauf ist, das Gerät schon geliefert wurde und die erste geschützte App im Alltag stürzt. Wer jetzt unsicher ist, ob die eigenen iPhones im Team sauber durchlaufen oder ob eine matte Folie das Problem ist, hat damit schon die richtige Frage gestellt. Wir schauen uns das gerne einmal an – von der Folienprüfung bis zur Dokumentation für den Apple-Support – und nehmen Ihnen die Recherche ab. Kontakt aufnehmen.
Beitragsbild: Mikhail Nilov auf Pexels
Information
SaarLux IT & Internet Services
Kim Siebert
Industriestrasse 1
D-66663 Merzig
Saarland, Germany
![]()