Blog - HardwareSoftwareNetzwerkTechnikInnovationenHowTos

Windows-Update bricht RDP-Verbindungen ab

September-Update bricht RDP, USB-Audio und Linux-VMs

Seit dem September-Patchday 2026 meldet sich Microsoft mit drei bestätigten Fehlern, die die aktuellen Windows-Updates ausgelöst haben: RDP-Verbindungen brechen ab, USB-Audiogeräte der Klasse 1.0 schweigen, und in Linux-VMs unter Hyper-V verschwinden freigegebene Hostordner. An einem Fix arbeitet der Konzern – wann er kommt, steht nicht fest. (Golem)

Für einen Betrieb mit zehn bis hundert Mitarbeitern ist das kein Randthema. Wer Außendienst oder Homeoffice-Mitarbeiter über RDP ansitzt, merkt es sofort, wenn Verbindungen nach ein paar Minuten abreißen oder der Server beim Verbindungsaufbau auf „Please wait for the Remote Desktop Configuration" hängen bleibt. Wer in Konferenzen ein USB-Headset der Audio-Klasse 1.0 nutzt, hat plötzlich keinen Ton mehr, und der Lautstärkeregler reagiert nicht. Und wer WSL oder eine Linux-VM über Plan9 betreibt, stellt fest, dass die freigegebenen Hostordner einfach nicht mehr da sind. In manchen Fällen zeigt die Windows-Update-Seite dauerhaft einen Ladeindikator – gerade dann, wenn man eigentlich prüfen will, ob der Patch sauber sitzt.

Betroffene Versionen und technische Details

Die RDP-Probleme betreffen laut Microsoft alle gängigen Windows-Varianten: Windows 10 inklusive LTSC, Windows 11 sowie die Server-Versionen 2012 R2, 2016, 2019, 2022 und 2025. Bei den Audio- und VM-Fehlern listet der Konzern nur Windows-11-Versionen als betroffen. (Golem)

USB-Audiogeräte der USB-Audio-Klasse 1.0 starten nicht oder liefern keine Ausgabe. Im Gerätemanager erscheint die Meldung „Das Gerät konnte nicht gestartet werden (Code 10)", wie heise online berichtet. Bei Mehrkanal-Geräten reduziert sich die Soundausgabe auf den Stereomodus. Die Plan9-Fehler betreffen Hyper-V-VMs, die von HCS (Host Compute Service) verwaltet werden: Hostordner, die über Plan9 für die Gastumgebung freigegeben sind, werden dort nicht angezeigt. Microsoft nennt als betroffene Anwendungen Claude Cowork und WSL. VMs, die Plan9 nicht nutzen, sind laut Microsoft nicht betroffen.

Die September-Updates haben neben den Fehlern auch fast 1000 Sicherheitslücken geschlossen, wie heise online anmerkt. Daneben berichten Nutzer über weitere, von Microsoft noch nicht bestätigte Probleme: Defekte im Dateiversionsverlauf, Treiberprobleme bei AMD-GPUs und ein schwarzer Bildschirm nach der Anmeldung, wenn der Explorer nicht startet – zusammengetragen von Windows Latest, wie Golem berichtet.

Was jetzt zu tun ist

  1. Prüfen, ob die eigene Umgebung betroffen ist: RDP-Verbindung aufbauen und fünf Minuten laufen lassen, USB-Audiogerät im Gerätemanager auf Code 10 checken, in WSL oder der Linux-VM nachschauen, ob die Plan9-Shared Folders gemountet sind. Wer nichts davon nutzt, kann das Thema vorerst abhaken.
  2. Bei RDP-Ausfall die betroffene Maschine neu starten – das stabilisiert die Verbindung laut Microsoft zumindest temporär. Parallel dokumentieren, welche Systeme betroffen sind und ob ein alternativer Zugriffsweg (KVM, Konsolen-VM, physische Konsole) existiert, falls der Neustart nicht hilft.
  3. Die Deinstallation der September-Updates sollte man nur als letzte Option in Betracht ziehen. Damit reißt man die rund 1000 zum Patchday geschlossenen Sicherheitslücken wieder auf. Wenn es sein muss: vorher ein vollständiges Backup ziehen und den Rollback zeitlich begrenzen, bis Microsoft den Fix liefert.

Das Ärgerliche an solchen Patchday-Nebenwirkungen: Man merkt sie erst, wenn der Außendienst um 14 Uhr nicht mehr reinkommt oder das Headset in der Kundenschaltkonferenz stumm bleibt. Wer jetzt unsicher ist, ob die eigenen RDP-Server, Audio-Peripherie oder WSL-Umgebungen sauber durch die September-Updates gekommen sind, hat damit schon die richtige Frage gestellt. Ein kurzer Check bei uns – RDP-Stabilität, Audio-Pfad, Plan9-Mounts – dauert keine halbe Stunde und erspart einem die Überraschung am Freitagnachmittag. Hier geht's zum Kontakt.

Related Articles