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Windows 11 26H2 – der kleine Schritt

Windows 11 26H2 ist da – 24H2 verliert im Oktober den Support

Für Systeme mit Windows 11 24H2 oder 25H2 ist das ein Enablement Package von wenigen hundert KB, das per Neustart installiert ist – kein klassisches Funktionsupdate mit langer Installationszeit. Borncity dokumentiert die Freigabe am 30. September.

Für einen Betrieb mit 10 bis 100 Arbeitsplätzen ist die Dringlichkeit nicht das Update selbst, sondern das Supportende: Windows 11 24H2 in den Editionen Home und Pro erhält ab dem 13. Oktober 2026 keine Sicherheitsupdates mehr. Die gute Nachricht: Der Wechsel dauert auf einem aktuellen Rechner kaum länger als ein monatliches kumulatives Update, weil 24H2, 25H2 und 26H2 dieselbe Codebasis und denselben Wartungszweig nutzen. Ein Sonderfall: Geräte mit Windows 11 26H1 (ausschließlich ARM-Architektur) können nicht auf 26H2 hochgestuft werden, da dort ein anderer Kernel zum Einsatz kommt. Auch LTSC-Installationen sind nicht betroffen.

Builds, Kennungen und die drei offenen Probleme

Die Erstveröffentlichung trägt die Build-Nummer 26300.9457; mit dem optionalen Update KB5124010 vom selben Tag steht 26H2 auf Build 26300.9550. Das Enablement Package trägt die Kennung KB5121794. Der Supportzeitraum für 26H2 beträgt 24 Monate für Home und Pro (Ende: 10. Oktober 2028) und 36 Monate für Enterprise und Education (Ende: 9. Oktober 2029). Das erste monatliche Sicherheitsupdate für 26H2 erscheint am 13. Oktober 2026. S-EDV fasst die Build- und Supportdaten zusammen.

Microsoft führt drei bekannte Probleme, die alle als „Mitigated" eingestuft sind: Clients mit Credential Guard und Machine Identity Isolation-Einstellungen können bei Domänencontrollern unterhalb von Windows Server 2025 den sicheren Kanal zur Domäne verlieren; auf Azure-Virtual-Desktop-Hosts mit FSLogix tritt nach der Anmeldung ein schwarzer Bildschirm auf; und USB-Audiogeräte nach USB Audio Class 1.0 starten mit Code 10 oder bleiben stumm. Diese Probleme betreffen auch 24H2 und 25H2 mit aktuellen Updates – sie sind also kein Argument, 26H2 zurückzuhalten, aber ein Grund für einen Pilotlauf.

Für verwaltete Umgebungen aktivieren sich ab 26H2 standardmäßig die Windows-Einstellungssicherung, app-spezifische Taskleistenaktionen und mehrere Datei-Explorer-Verbesserungen. Administrative Vorlagen (ADMX) und die Group Policy Settings Reference für 26H2 sind veröffentlicht.

Was jetzt zu tun ist

  1. Prüfen, welche Version auf den Arbeitsplätzen läuft: Windows-Taste + R drücken, „winver" eintippen, Enter bestätigen. Build 26100 steht für 24H2 – diese Geräte haben bis zum 13. Oktober 2026 das kürzeste Zeitfenster.
  2. In den Einstellungen unter „Windows Update" die Option „Neueste Updates sofort nach Verfügbarkeit herunterladen" aktivieren. Das Enablement Package (KB5121794) wird dann angeboten; nach Installation und Neustart steht das System auf 26H2.
  3. Vor dem Rollout prüfen, ob Machine Identity Isolation per Gruppenrichtlinie oder Registry gesetzt ist (Pfad: HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Lsa\MachineIdentityIsolation). Falls ja und der Domänencontroller nicht auf Windows Server 2025 läuft, die Einstellung deaktivieren, bevor 26H2 auf die Geräte kommt.

Das Schöne an einem Enablement Update ist, dass es so klein ist, dass man es leicht übersieht. Und das Ärgerliche, dass der Support trotzdem abläuft, wenn man es übersieht. Wenn Sie unsicher sind, welche Version auf Ihren Arbeitsplätzen läuft und ob die Domänenkonfiguration mit 26H2 klappt, schauen wir uns das gern einmal an: Kontakt.

Beitragsbild: Polina Zimmerman auf Pexels

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