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Update macht Office unbrauchbar

Microsoft pausiert KB5002907 nach Office-Deaktivierungen

Microsoft hat am 26. September 2026 die Verteilung des Updates KB5002907 pausiert, nachdem das Patch Office-2016- und Office-2019-Installationen deaktiviert oder in Einzelfällen komplett entfernt hat.

Wer in seinem Betrieb noch Office 2016 oder 2019 mit einer einmal gekauften Lizenz läuft – und das ist bei Betrieben mit zehn bis hundert Mitarbeitern keine Seltenheit –, hat jetzt ein konkretes Risiko. Christian Van Hautte, der eine MSP in Belgien betreibt, berichtete, dass fünf unabhängige Kunden innerhalb von etwa zehn Minuten anriefen, mit Dutzenden betroffenen PCs. Bei den Anwendern sahen die Apps plötzlich als „Unlicensed Product" an, mit gelben Warnbannern, die fünf Tage bis zum Funktionsstopp zählten. Im schlechtesten Fall ist Office schlicht weg: Die Suite wurde entfernt, aber nicht wieder installiert. Für einen Betrieb heißt das: Word, Excel und Outlook stehen still, bis jemand die Installation wiederherstellt.

Was technisch passiert ist

KB5002907 trägt den Titel „Optional update for out-of-date Microsoft 365 Apps installations" und richtet sich laut Microsofts Release Notes ausschließlich an Windows-PCs mit Microsoft-365-Apps-Installationen, die länger als 90 Tage veraltet sind und den Current Channel oder Monthly Enterprise Channel nutzen. Microsoft bezeichnet das Update als optionale Bereitstellung über Windows Update – es soll nicht automatisch installiert werden. Van Hautte berichtet jedoch, dass es bei seinen Kunden automatisch mitinstalliert wurde, obwohl es als optional gelistet war.

Das eigentliche Problem: Das Update entfernt die bestehende Office-Installation und installiert sie neu oder migriert sie. Auf Systemen, die 32-Bit-Office (2016 oder 2019) neben einer 64-Bit-Version des Microsoft Access Runtime kombinieren, schlägt die Neuinstallation fehl, weil das Office-Setup das Mischen von 32-Bit- und 64-Bit-Produkten nicht zulässt. In diesen Fällen ist die Suite entfernt, aber nicht wieder da. Microsoft hat dieses Verhalten bei gemischten Architekturen nicht bestätigt.

Microsofts aktualisierter Support-Bulletin benennt zwei Zustände: In einigen Fällen zeigt Office als nicht lizenziert an, in „seltenen Fällen" wurde die Installation komplett entfernt. Das Unternehmen hat die Rollout-Verteilung gestoppt, um weitere Geräte zu schützen. Ein Zeitplan für die Wiederaufnahme steht nicht. Bemerkenswert: Es ist das zweite Office-Problem im September, nachdem ein separates Update die Copy-Paste-Funktion in Excel 2016 gebrochen hatte. Und Office 2016 sowie Office 2019 haben seit dem 14. Oktober 2025 kein Support mehr – Microsoft hatte damals aber erklärt, dass Kunden die Suiten weiterhin nutzen können.

Was jetzt zu tun ist

  1. Office zeigt „Unlicensed Product": Den ursprünglichen Produktkey erneut eingeben. Bei Van Hauttes Kunden hat das die Aktivierung wiederhergestellt. Funktioniert das nicht, mit dem Microsoft-Konto anmelden, das mit dem Kauf verknüpft ist, und dort die Lizenz auswählen.
  2. Office ist komplett entfernt: Die gekaufte Version von Office 2016 oder 2019 vom Microsoft-Downloadbereich erneut herunterladen und installieren. Vorher prüfen, ob auf dem System 32-Bit- und 64-Bit-Office-Komponenten gemischt sind – das Setup schlägt in diesem Fall fehl.
  3. Prüfen, ob das Update noch in der Warteschlange steht: In Windows Update nach KB5002907 suchen und bei Bedarf die Installation manuell zurückstellen, falls das Update noch nicht pausiert wurde. Microsoft hat die Verteilung zwar gestoppt, auf Systemen, die es bereits vor dem Stopp erhalten haben, ist es installiert.

Das Ärgerliche an der Sache: Man merkt es erst, wenn der erste Mitarbeiter morgens am Rechner sitzt und Excel ihm mitteilt, dass die Lizenz abgelaufen ist – oder wenn das Programm schlicht nicht mehr da ist. Wer jetzt unsicher ist, ob in der eigenen IT noch Systeme mit Office 2016 oder 2019 laufen und ob das Update dort bereits durchgelaufen ist, hat damit die richtige Frage gestellt. Wir schauen uns genau das an – einmal durch die Office-Installationen und die Windows-Update-Historie Ihrer Arbeitsplätze. Hier geht es zum Kontakt.

Beitragsbild: Polina Zimmerman auf Pexels

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