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Tankrabatt stößt auf breite Kritik

Tankrabatt ab Oktober – 17 Cent Entlastung und breite Kritik

Am 20. September 2026 haben Bund und Länder die Neuauflage des Tankrabatts beschlossen: Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel sinkt bis Jahresende um 14 Cent je Liter, zusammen mit der Umsatzsteuer ergibt das 17 Cent Entlastung an der Zapfsäule. Rund 2,5 Milliarden Euro stellen Bund und Länder dafür bereit, die Umsetzung soll bis zum 1. Oktober erfolgen. Die Maßnahme stößt bei Verbraucherschützern, Sozialverbänden und der Opposition auf breite Kritik als „Gießkannenlösung", wie Golem berichtet.

Für einen Betrieb mit zehn bis hundert Mitarbeitern, der über Firmenwagen, Lieferfahrzeuge oder eine kleine Flotte verfügt, ist das kein Nischenthema. 17 Cent pro Liter sind bei einem Tankvorgang von 50 Litern knapp neun Euro weniger. Bei mehreren Fahrzeugen und wöchentlichen Füllungen summiert sich das über ein Quartal zu einem relevanten Posten in der Kfz-Kostenstelle. Die Kritik daran, dass auch wer den Spritpreis problemlos bezahlen kann, entlastet wird, greift hier allerdings: Ein Betrieb mit Dienstwagenflotte profitiert vom Rabatt, ohne dass gezielt die Fahrer oder der Fuhrpark entlastet würden. Der ifo-Präsident Clemens Fuest nannte den Tankrabatt gegenüber der Bild schlicht einen „Fehler" – der Staat gebe viel Geld aus und erreiche vor allem Autofahrer, die sich die Preise ohnehin leisten könnten. Wer seine Flotte über eine Tankkarte oder einen Flottenpartner abwickelt, sollte prüfen, ob der Rabatt dort automatisch durchschlägt oder ob der Anbieter die Ersparnis einbehalten könnte.

Die Zahlen im Beschlusspapier

Die Energiesteuersenkung betrifft Benzin und Diesel gleichermaßen und gilt bis zum 31. Dezember 2026. Im Beschlusspapier heißt es weiter: „Der Bund wird in regelmäßige Gespräche mit der Mineralölwirtschaft eintreten und einen nicht dauerhaften, krisenbedingten Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens frühestmöglich, spätestens aber zum 1. Januar 2027, einführen" – so die Formulierung, wie sie die WirtschaftsWoche zitiert. Der Deckel ist ausdrücklich als Kriseninstrument konzipiert, nicht als dauerhafte Preiskontrolle. Die Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte sich zuvor gegen einen Preisdeckel ausgesprochen und vor einer Schwächung der mittelständischen Raffineriewirtschaft gewarnt. Zum Vergleich: Von Anfang Mai bis Ende Juni galt bereits ein Tankrabatt in derselben Größenordnung. Tomaso Duso, Vorsitzender der Monopolkommission, bezifferte gegenüber der Bild – berichtet über tagesschau.de –, dass beim ersten Mal von 1,6 Milliarden Euro Entlastungsvolumen gut 200 Millionen Euro bei den Mineralölkonzernen verblieben seien.

Was jetzt zu tun ist

  1. Flottenkosten durchgehen: Listen Sie alle Fahrzeuge, die über Firmenbudget abgerechnet werden, und kalkulieren Sie, wie viel die 17 Cent pro Liter über die kommenden drei Monate einsparen. Prüfen Sie dabei, ob Ihr Tankkartenanbieter oder Flottenpartner die Steueränderung automatisch umsetzt oder ob eine manuelle Anpassung nötig ist.
  2. Vertrag mit dem Tankstellen- oder Flottenpartner prüfen: Steht im Vertrag eine Preisdurchschlagklausel, die Ihnen die Steuerermäßigung automatisch weitergibt? Fehlt sie, sollte man bis Oktober eine kurze Anpassung aushandeln – das ist eine E-Mail-Wertigkeit, kein Vertragsverhandlungsmarathon.
  3. Den Preisdeckel im Blick behalten: Spätestens ab Januar 2027 soll der Spritpreisdeckel greifen. Klären Sie intern, ob Ihre Kalkulationen für Logistik, Außendienst oder Kundentermine auf eine bestimmte Spritpreisannahme basieren, und notieren Sie sich den Stichtag für eine Anpassung.

Das Ärgerliche an der ganzen Debatte: Wer eine Firmenflotte mit fünf oder sechs Fahrzeugen betreibt, merkt die 17 Cent erst, wenn der Tankkartenabgleich am Monatsende auf dem Schreibtisch liegt – und dann ist die Frage, ob der Anbieter alles sauber durchgereicht hat, schon halb vergessen. Wer sich trotzdem die Frage stellt, ob der eigene Flottenvertrag die Steuerermäßigung sauber durchreicht, hat damit die richtige Frage gestellt.

Ihre Tankkartenverträge und Flottenabrechnungen kontrollieren wir nicht, aber um die IT Ausstattung mit der sie das tun kümmern wir uns gerne. Selbstverständlich auch mit KI Unterstützung: Das geht nicht nur schnell - Sie wissen danach auch ob dort alles sauber durchschlägt. Melden Sie sich gerne: Kontakt.

Beitragsbild: Engin Akyurt auf Pexels

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