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VPN-Verbindung nach Neustart gestört

TI-Störung: Konnektoren verlieren VPN nach Neustart

Am Montag, den 12. Oktober 2026, konnten Arztpraxen mit Rise- oder Secunet-Konnektoren nach einem Neustart keine VPN-Verbindung mehr zur Telematikinfrastruktur der gematik aufbauen.

Wer den Konnektor neu gestartet hat – und das ist montags kein ungewöhnlicher Reflex, wenn am Wochenende mal wieder was gehängt hat –, stand vor leerem Bildschirm. Laufende Konnektoren blieben verschont, aber wer neu verbinden musste, kam nicht durch. Betroffen sind alle Praxen und Einrichtungen, die über die Zugangsdienste von Arvato oder T-Systems an die TI angebunden sind. Im schlechtesten Fall: kein eRezept, keine ePA, keine KIM, keine eAU – für den gesamten Vormittag.

Die Ursache: DNSSEC-Änderung seit dem 11. Oktober

Laut einer Analyse, die ein Dienstleister über die Ärzteschaft an Born weitergab, liegt die Störung an einer technischen Anpassung an DNSSEC (Domain Name System Security Extensions). Betroffen sind insbesondere die lokalen Konnektoren der Hersteller Secunet und Rise, angeschlossen über Arvato Systems oder T-Systems.

Apotheke Adhoc bestätigte die gematik-Meldung und ergänzte: Auch das VSDM und KIM waren gestört. Gegen 11:06 Uhr meldete die gematik zudem eine Störung bei Bitmarck, dem Kassendienstleister, der die ePA unter anderem für DAK, KKH svlfg, IKK und die Allianz verwaltet. Versicherte dieser Kassen kamen laut gematik womöglich nicht mehr über die Kassen-App in ihre elektronische Patientenakte; der Abruf von elektronischen Medikationslisten war für mehrere Kassen eingeschränkt.

Diese Maßnahme muss der Dienstleister vor Ort (DvO) durchführen. Die Anleitung für Secunet-Konnektoren steht im gematik-Fachportal unter „Wartungen & Sonstige Informationen"; für Rise-Konnektoren folgten die Hinweise „in Kürze". Ein Blog-Leser, der selbst aus der Praxis berichtete, wies darauf hin, dass das Einspielen der XML tatsächlich funktioniert, aber temporär ist: Nach dem Verbindungsaufbau darf der Konnektor nicht erneut neu gestartet werden, sonst ist die Verbindung wieder weg.

Was jetzt zu tun ist

  1. Konnektor nicht neu starten. Solange die VPN-Verbindung steht, nichts anfassen. Wer den Konnektor aus Gewohnheit neu starten will, sollte vorher den DvO einschalten – ein Neustart ohne die aktuelle XML-Konfiguration bricht die Verbindung.
  2. XML-Workaround einspielen lassen. Der DvO holt die Anleitung aus dem gematik-Fachportal (Wartungen & Sonstige Informationen) und tauscht die Konfigurationsdatei am Konnektor. Nach dem Einspielen: kein Neustart, keine Neukonfiguration, nichts. Die Verbindung steht, solange der Konnektor läuft.
  3. Statusseite der gematik im Blick behalten. Die Hersteller Secunet und Rise arbeiten an einer automatisierten Lösung. Wer die Störung nicht selbst lösen kann, sollte die gematik-Statusseite und die Hinweise im Fachportal regelmäßig prüfen, bis die automatische Behebung ausgerollt ist.

Das Ärgerliche an einer solchen Störung: Sie trifft genau den Moment, in dem man den Konnektor aus Gewohnheit neu startet, weil am Wochenende mal wieder was gehängt hat. Und dann steht man da, die Praxis läuft, und die TI ist weg – für Stunden, bis jemand die richtige XML-Datei auf den Tisch legt.

Wenn Sie in Ihrer Praxis oder Kanzlei einen Rise- oder Secunet-Konnektor im Einsatz haben und unsicher sind, ob die aktuelle Konfiguration sauber sitzt und der Konnektor nach einem Neustart wieder sauber durchkommt, schauen wir uns das gern einmal an. Hier erreichen Sie uns.

Beitragsbild: Brett Sayles auf Pexels

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