Am 8. September 2026 hat Microsoft das Sicherheitsupdate KB5124008 für Windows 11 24H2 und 25H2 (Build 26200.9445) veröffentlicht. BleepingComputer dokumentiert die ersten Meldungen. Wenige Tage später berichten Administratoren aus mehreren Umgebungen, dass domänengebundene Rechner nach der Installation und einem Neustart ihre Vertrauensbeziehung zum Active Directory verlieren. Nutzer sehen an der Anmeldung die Meldung, Benutzername oder Kennwort sei falsch – obwohl beide korrekt sind. Microsoft hat das Problem als Known Issue auf dem Windows Release Health Dashboard bestätigt und einen Workaround bereitgestellt.
Am 24. September 2026 berichtete The Register, dass drei Lücken in Salesforce Agentforce es ermöglichten, sensible CRM-Daten ohne jeden Klick abzugreifen und Phishing-Nachrichten unter der Identität des KI-Agenten zu verschicken. Die Agenten-Sicherheitsfirma Zenity Labs hat die Schwachstellen, die sie unter dem Sammelbegriff „SalesBleed" zusammenfasst, am 1. Juni an Salesforce gemeldet. Am 21. September bestätigte Zenity, dass alle drei Lücken geschlossen sind.
CISA hat CVSS als alleinigen Maßstab für Patchfristen abgeschafft. Vier Fragen entscheiden jetzt über die Dringlichkeit, nicht eine Zahl von null bis zehn. Drei Lücken aus August und September machen das Problem greifbar: eine mit CVSS 7,0, die bereits in echten Angriffen läuft, eine mit CVSS 9,8, die nur drei Tage Reaktionszeit lässt, und eine mit CVSS 10,0, bei der es gar nichts zu installieren gibt.
Eine vom Bundesverband Solarwirtschaft in Auftrag gegebene Fraunhofer-Studie widerspricht der Prämisse, dass das Netz schlicht zu klein ist: Intelligente Batteriespeicher an Umspannwerken könnten, so das Ergebnis, rund 150 Gigawatt zusätzliche PV-Leistung tragen – mehr als die 130 Gigawatt, die heute bereits installiert sind. Heise berichtet über die zentrale These der Arbeit.
Die Debatte um die Existenzbedrohung durch künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Wochen eine Schärfe erreicht, die an Science-Fiction erinnert. Dario Amodei von Anthropic warnt auf der Plattform X, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen; Sam Altman von OpenAI und Elon Musk von SpaceXAI stimmen ihm zu. Auf der anderen Seite nennt Yann LeCun, Turing-Preisträger und ehemaliger Meta-Chefforscher, solche Szenarien wiederholt „vollkommenen Blödsinn".
Am 22. September 2026 meldet Golem, dass Käufer des iPhone 18 Pro über unzuverlässige Face-ID-Entsperrung und Systemabstürze klagen. Das Problem betrifft nicht die klassische Entsperrung am Sperrbildschirm, sondern vor allem das Öffnen von Face-ID-geschützten Anwendungen – und genau dort wird es für den Arbeitsalltag relevant.
CISA hat am 19. September 2026 drei Linux-Kernel-Schwachstellen in den Known Exploited Vulnerabilities (KEV)-Katalog aufgenommen und dabei bestätigte aktive Ausnutzung im laufenden Betrieb dokumentiert. Eine der drei Lücken, CVE-2025-39964, existierte seit 14 Jahren im Kernel, bevor das offensive Security-Unternehmen STAR Labs sie identifizierte und einen Proof-of-Concept für Privilege Escalation und Container Escape vorlegte. CISA verlangt für alle betroffenen Assets eine forensische Triage und hat US-Behörden unter Berufung auf die Binding Operational Directive 26-04 eine 72-Stunden-Frist zur Behebung gesetzt. (BleepingComputer, 21.09.2026)
Die KI-Infrastruktur stößt an physikalische Grenzen. The Register berichtet am 21. September 2026: Forrester erwartet, dass Regierungen Rechenzentren künftig für Strom, Wasser und Fläche bezahlen lassen werden. PwC beziffert die kumulierten globalen Investitionen in Rechenzentren bis 2050 auf 22 bis 50 Billionen Dollar – im Mittel 31,6 Billionen, rund ein US-Jahresprodukt.
Auf der Jubiläumstagung des Bundesverbands der Krankenhaus-IT-Leiter in Berlin hat die Gematik am 20. September 2026 den Zustand ihrer Infrastruktur beim Namen genannt: „Die TI stürzt unangenehm oft ab. Das macht uns überhaupt gar keinen Spaß“, sagte Geschäftsführer Dr. Florian Hartge. Der geplante Umbau zur TI 2.0 soll die 17 Schritte, die heute nötig sind, um ein E-Rezept einzustellen, auf drei oder vier reduzieren – und auf mittlere Frist Kartenlesegeräte und Einbox-Konnektoren überflüssig machen. heise online berichtet ausführlich von der Tagung.
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